Rotbuche als Schnittholz für Möbel ein Allrounder

Die Rotbuche ist in Deutschland und Mitteleuropa der häufigst vorkommende Laubbaum. Das ist sowohl auf seine guten Eigenschaften als Nutzholz, aber auch auf seine Eigenschaften als Pflanze zurück zu führen ist, die sich klimatisch sehr gut anpassen kann und in Wälder ohne grosse Ansprüche einfügen kann.

Die Buche, insbesondere die Rotbuche, hat für gewöhnlich einen vollholzigen Stamm mit einem sehr langen astfreien Schaft. Die Länge des Stammes ist normal bis zur Hälfte der Höhe des Baumes astfrei, also bis zu 50% der eigenen Länge des Stammes sind ohne Äste. Das bedeutet auch, eine Buche ist sehr schwer zu erklettern.

Eine Rotbuche kann bis zu einer Höhe von etwa 45 Metern heranwachsen. Dafür braucht sie jedoch etwa 100 bis 140 Jahre Zeit. In diesem Zeitraum erreichen die Rotbuchenstämme einen Durchmesser von 30 bis 50 cm.

Bei einem astfreien Stamm der Länge von 20 m mit einem Durchmesser von 50 cm, ist vorstellbar wie viel ausgezeichnetes Schnittholz aus einem solchen Baum gewonnen werden kann.

Der gleichmäßige, astfreie Wuchs und die Dichte des Holzes machen das Schnittholz der Buche nicht so interessant für die Möbelindustrie, auch der schön gleichmäßig warme Ton der Farbe des Holzes nicht, sondern die Eigenschaften nach dem Dämpfen. Das Holz ist nach dem Dämpfvorgang entspannt. Es entfällt das typische „arbeiten“ des Holzes und kann leichter veredelt werden. Rein optisch gewinnt das Holz durch eine Dämpfung, eine gleichmäßige rotbraune, warme Färbung und gewinnt nochmals an Härte, ist biegsamer und noch haltbarer.

Das alles ist jedoch nur auf die Eigenschaften der Buche die sich in ihrem Holz wiederfinden zu begründen. Die homogene Dichtes des Holzes durch den hohen Wuchs des Stammes der von unten an nahezu die Hälfte seiner Länge astfrei bleibt. Die Zähigkeit des Baumes, die gute Festigkeit, die den Baum auch widerstandsfähiger gegen Krankheiten sein läßt, sind die Garantie für einen guten Werkstoff.

Alles in allem ergibt letztlich, dass das Schnittholz der Buche sich sehr gut bearbeiten läßt. Ob schälen, biegen, schneiden, fräsen, hobeln, bohren, schleifen, drechseln, alles lässt sich problemlos bewerkstelligen. Nägel und Schrauben halten gut im Holz. Weiteres bearbeiten, wie Verleimen, Beizen und Polieren der Oberfläche sind genauso problemlos, wie einfaches Lackieren.

Buchenholz eigenet sich durch seine guten Eigenschaften für den Einsatz im Innenbereich, als Möbel, als auch im Außenbereich für Balkon, Terrasse und Garten.

Ein Schnittholz aus Buche ist ein Allrounder, der nicht nur in der Möbelindustrie verarbeitet wird, sondern auch als Bauholz seine Verwendung findet.

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